Österreich 

Tour Sisi - Straße

Unterwegs mit Sisi: Eine ereignisreiche Reise mit dem VW Beetle-Cabrio auf den Wegen der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Damals mit der Kutsche von Salzburg nach Wien, heute mit einem modernen Cabrio mit Frontmotor.

     

     

     

Im New Beetle Cabrio die Sisi-Straße genießen. 

    


Zehn Tage von Ort zu Ort über Salzburg nach Bad Ischl, ein Besuch in der Keramikstadt Gmunden und der Kaiservilla in Bad Ischl. Natürlich darf auch das Weiße Rössle am Wolfgangsee nicht fehlen. 

Der Beetle ist gepackt. Das knallrote Ferrari-Navigationsgerät zeigt schon Richtung Salzburg. Zwei Taschen finden im Kofferraum ausreichend Platz. Über die Autobahn A 8 geht es ohne größeren Stau nonstop nach Salzburg, nur unterbrochen von ein paar kleineren Kaffeepausen, wo auch mal unser Picknickkorb zum Einsatz kommt. 


Salzburg

In Salzburg verlieren wir trotz Navigation erst mal die Orientierung, wodurch unser Misstrauen gegenüber dem Navigationsgerät nicht gerade abnimmt. Macht nichts, letztendlich landen wir auf einem Parkplatz unterhalb der Salzburger Festung. Wir fahren mit der Bahn nach oben. Hoch über den Dächern Salzburg genießen wir den zauberhaften Ausblick auf die Fürsten- und Barockstadt und das Salzburger Land. An diesem leicht verregneten und windigen Junitag stärken wir uns im Festungsrestaurant bei einem Kaffee Mozart und einer Portion der berühmten Salzburger Nockerln. 

Festung Hohensalzburg, Telefon: +43 - 6 62 - 84 24 30 -1 1, eMail: office@festung-salzburg.at , www.hohensalzburg.com , Öffnungszeiten: bis 19.00 Uhr, Eintrittspreise: 10.50 Euro


Unten wieder angekommen, bummeln wir durch das barocke Flair der Altstadt mit seinen pastellfarbenen Bürgernhäusern und Confiserien voll Mozartkugeln, welche wir natürlich reichlich für die Daheimgeblieben einkaufen. Dann geht es weiter nach Bad Ischl.


Bad Ischl

Der Kurort liegt zirka 50 Kilometer von Salzburg entfernt. Es regnet in Strömen und der Kies knirscht unter den Reifen des Beetles, als wir an der "Villa Dachstein" vorfahren. Ein Bankier baute die Villa im Jahre 1894, da er seinem Kaiser „nahe“ sein wollte. Wir fühlen uns uns in dieser antiken Villa mit dem großem verwunschenen Garten, einem Kaminzimmer und Salon nicht lange fremd. Hier spürt man noch den das Flair des alten Imperators.

Villa Dachstein Hotel Garni, Rettenbachweg 3, A-4820 Bad Ischl, Telefon: +43 - 61 32 - 2 31 51, Fax: +43 - 61 32 - 2 31 51 - 111, eMail: office@villdachstein.at, www.villadachstein.at , DZ/F  33 bis 42 Euro 

  

        

Ohne das Käfer Cabrio, das bis !980 gebaut wurde, zu kopieren, lässt das geöffnete Beetle Cabriolet mit seinem hinten aufliegenden Verdeck in der Linienführung eindeutige Parallelen zum historischen Käfer-Cabriolet erkennen.

       


Gmunden

Leider müssen wir unsere Reiseplanung ändern, da es immer noch regnet und fahren nach Gmunden in die 300 Jahre alte Keramikmanufaktur. Wir sind begeistert von dem seidenen Glanz und der schlichten Eleganz der Keramikwaren und entschließen uns, für den Frühstückstisch zu Hause Becher und Teller zu kaufen. 

Gmundner Keramik, Keramik-Kunst, Keramikstraße 24, 4810 Gmunden, Telefon: +43 - 7612 - 391, eMail: standort@gmundner.at , www.gmundner-keramik.de , Öffnungszeiten: Mo -  Fr. 09.00-18.00, Sa 9.00-17.00

Schloßhotel Orth, Orth 1, 4810 Gmunden, Telefon: +43 - 78 12 - 62 4 99, eMail: info@schlossorth.com , www.schlossorth.com , Das Seeschloss wurde weltweit bekannt durch die Fernsehserie „Schlosshotel Orth“, Öffnungszeiten: 8.00 bis 23.00 Uhr


Weißes Rössl am Wolfgangsee

Anschließend fahren wir weiter, um das berühmte Weiße Rössl am Wolfgangsee kennenzulernen. Auf der Seeterrasse des Romantikhotels trinken wir zwei Rössl-Melange und stellen uns vor, wie Peter Alexander sein Lied „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“ trällert. Eine Fahrt mit dem Schaufelradschiff „Kaiser Franz Josef“ rundet unseren kurzen Aufenthalt in St. Wolfgang ab.

Romantikhotel Im Weißen Rössl, Seeterrasse, 5360 St. Wolfgang, 
Telefon: +43 - 61 38 - 23 06 - 0, eMail: office@weissesroessl.at , www.weisses-roessl.at
 


Die Kaiservilla in Bad Ischl

Die Kaiservilla und der Kaiserpark in Bad Ischl sowie die Magie des Ortes und die Personen, die darin lebten, beflügeln unsere Fantasie. Als „Zuflucht & Zuhause“ bezeichnete Kaiser Franz Joseph Ischl. Für Sisi war die Sommerresidenz der Ort, der dem des bayerischen Possenhofen am nächsten kam. Hier schrieb sie Gedichte, zeichnete und malte. Die Spiegel ihrer täglichen Turnübungen hängen noch am selben Platz. Irgendwie befällt einen das Gefühl, als würde Sisi noch in diesen Räumen leben. 

Die Kaiservilla und das für Sisi erbaute „Marmorschlössl“ im Schlosspark sind authentische Erinnerungen an das Kaiserpaar. Kaiser Franz Joseph, als leidenschaftlicher Jäger bekannt, erschien in Ischl stets in Lederhose, Janker und dicken Kniestrümpfen. Diese Original-Kleidungsstücke sind liebevoll unter einer Glasvitrine trappiert. An diesen Stücken ist zu sehen, dass der Kaiser wohl klein und zierlich war. In der Kaiservilla scheint man von der Zeit unberührt, noch den Glanz und die Eigenheiten der beiden Persönlichkeiten Franz Joseph und Elisabeth zu spüren.

Kaiservilla, Jainzen 38, 4820 Bad Ischl, Telefon: +43 - 61 33 - 22 82 85, eMail: office@kaiservilla.at , www.kaiservilla.at , Öffnungszeiten und Eintrittspreise anfragen, da nicht ganzjährig geöffnet.


Heute war ein anstrengender, aber schöner Tag. Eine Dusche in der Villa Dachstein und auf geht es in das Landhotel Hubertushof zum Abendessen, ein Restaurant mit österreichischer Gemütlichkeit. Hinter der Villa windet sich ein idyllischer Waldpfad hinunter an die Ischl, den wir zu Fuß hinabsteigen. Hier soll Sisi als erst 15jährige beim Fischen Ihren 23jährigen Franz Joseph 1853 - zumindest nach den berühmten Sisi-Filmen mit Romy Schneider - zum ersten Mal getroffen haben. 

Zu einem Dorsch mit Kartoffelsalat trinken wir einen Grünen Veltliner, die Paraderebsorte der Wachau. Diese weiße Traube wird fast nur in Österreich angebaut. Noch ein kleiner Rundgang durch Bad Ischl und einem Espresso im Café Sissy des Hotels „Kaiserin Elisabeth“ wandern wir zurück in die Villa Dachstein.

Restaurant im Landhotel Hubertus, Götzstraße 1, A-4820 Bad Ischl, Telefon: +43 - 61 32 - 24 4 45, Fax: +43 - 61 32 - 2 44 45 - 1 44, eMail: hotel@hubertushof.co.at , www.hubertushof.co.at , Gutes Preisleistungsverhältnis


Am nächsten Morgen schweben noch feuchte Nebelschwaden über der Villa
Dachstein. Auf unserem Frühstückstisch duften frische Brötchen, in Schälchen befindet sich selbstgemachte Marillenmarmelade und Honig. Daneben stehen frisches Obst und Müsli. Die absolute Krönung ist der cremige Schafsjoghurt. Wir lieben den romantischen Sitzplatz im Erker des stilvoll eingerichteten Frühstückssalon mit Möbeln aus der Kaiserzeit. 

Nach dem Frühstück führt uns die Sisi-Straße durch Wachau nach Wien. Stationen sind Melk, Dürnstein und Krems. In Krems wollen wir auf einem der ältesten Weingüter der Wachau übernachten. Das rote Navi, von Silvia nun „Miss Ferrari“ getauft, ist auf Landstraßen programmiert. Wir wollen ja die schöne Fahrt an der blauen Donau voll auskosten und in Orten, die uns ansprechen spontan anhalten. 


Ypps an der Donau

Der erste Stopp ist Ypps an der Donau. Pause muss sein, auch für die vielen Radfahrer, die durch die Wachau radeln. Bei einem überbackenen Mozarellabrot plaudern wir angeregt mit netten Schweizern. Heute ist mal ein wunderschöner sonniger Tag, der einlädt, unseren VW Beetle endlich die lästige Haube abzunehmen. Lachende Blicke treffen uns eine Stunde später, als wir mit dem Cabrio an den schwitzenden und hochroten Gesichtern unserer Radfahrer vom Nostalgiecafe vorbeikurven. 

Leise tönt der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß aus dem Radio. Ein laues Lüftchen umweht unser Gesicht. Ich achte auf die Straße und bilde mir ein, dass unser Beetle - Cabrio im Dreivierteltakt über die Landstasse „tanzt“, während Silvia den Blick auf die Donau genießt. So hängt jede ihren eigenen Gedanken nach.


Sisi´s Brautkleid

Rechts taucht ein Schild Richtung Maria Taferl auf. Hoch thront der Ort über der Donau. Die Wallfahrtsbasilika Zur Schmerzhaften Muttergottes in Maria Taferl ist ein wundersamer Ort der Stille und eine der meistbesuchten Kirchen Österreichs aus dem Frühbarock.Hier erfahren wir auch, dass Sisi‘s Brautkleid nach der Hochzeit an die Basilika gestiftet wurde. Das Kleid wurde zum Vespermantel umgearbeitet und kann im Sisi-Museum bewundert werden. 
    

    

      

Dieser Volkswagen zieht in Wien die Blicke auf sich wie kaum ein anderes Cabrio. Seine unverwechselbare Silhouette des vielleicht bekanntesten Designs der Welt macht es zu einem Kult - Cabrio.

     

Melk

Nach Maria Taferl machen wir uns auf Richtung Melk. Unsere nächste Besichtigung ist das Stift Melk, ein über 900 Jahre alter prächtiger Barockbau. Nur ein paar Minuten zu Fuß vom Parkplatz entfernt liegt das Stift auf einem steil abfallenden Felshügel. Als Wahrzeichen der Wachau gehört es zum UNESCO-Welterbe. Seinen Bekanntheitsgrad erreichte das Stift durch die Figur des Adons von Melk aus Umberto Eccos Roman „Der Name der Rose“. Beginn und Ende spielten an diesem Ort. 

Überall laden in der Wachau beschauliche Kaffeehäuser zum Verweilen ein. Die Auswahl an feinsten Torten und Kaffeesorten ist groß. Wir denken in dem Moment nicht an das Kalorienzählen. Was hätten S´ denn gern? Kleiner Brauner, Großer Brauner, Melange, Verlängerter oder Einspänner? Heute zwei Melange bitte und zwei Topfenstrudel. Ein Tropfenstrudel wird aus Rahm und Quark gebacken und ähnelt unserem Apfelstrudel.


Dürnstein

Dürnstein ist ein unverzichtbares Ziel auf einer Wachau-Route. Da im Altstadtbereich ein allgemeines Parkverbot gilt, parken wir außerhalb von Dürnstein auf einem öffentlichen Parkplatz und laufen an der  Donauuferpromenade entlang bis zu einer finsteren Steige, die uns direkt in das pittoreske Dürnstein führt. 

Am 20. April 1854 machte sich auch die damals sechszehnjährige Elisabeth-Amalie Eugenie Herzogin in Bayern, liebevoll Sisi genannt, an Board eines Donaudampfschiffes auf den Weg zu ihrem Bräutigam Franz Joseph nach Wien, vorbei an der herrlichen Kulisse von Dürnstein und seinem himmelblauen Kirchturm des Stift Dürnsteins, das 1410 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet wurde.

Wir promenieren durch die malerischen Gassen von Dürnstein, kaufen Marillenmarmelade und -Essig. Auch ein paar Töpfchen Natur- und Kräutersalz aus dem Salzkammergut dürfen nicht fehlen, bevor wir weiterreisen. 


Krems

Eine Stunde später kommen wir auf dem Weingut Zöhrer an. Gut, dass wir ein Navigationssystem haben. Das Weingut liegt ziemlich außerhalb von Krems. Hier werden wir übernachten und die herrlichen Weine testen. Abends auf der Terrasse bei einem lieblichen Rosé lassen wir den Blick über die Weinberge schweifen, die uns von allen Seiten umgeben. Mit ein paar edlen Weinflaschen vom Zöhrer im Gepäck fahren wir einen Tag später weiter nach Wien. 

Weingut und Gästehaus Zöhrer, Sandgrube 1, A-3500 Krems/Donau, Telefon: +43 - 27 32 - 8 31 91, Fax: +43 - 27 32 - 8 31 91 - 4, eMail: Weingut@zoehrer.at , www.zoehrer.at , DZ/F ab 32 Euro


  

Wien

Unfreiwillig landen wir in einem urigen Heurigenschank, denn unser Navi führt uns wieder mal an der Nase herum. Bei selbstgebackenem Walnussbrot mit Gorgonzola- und Thunfischcreme erklärt uns die sehr symphatischen Donauwirtin Frau Mayerhofer aber dann den richtigen Weg zur Autobahn. 

Heurigenschank Mayerhofer, Holzweg 20, 3430 Kl. Staasdorf, Telefon: +43 - 6 80  - 3 12 88 80


Diesmal lenkt uns das Navigationsgerät durch die hektischen Verkehr von Wien. Die Freundlichkeit der Wiener beeindruckt uns: Sind wir mal auf der falschen Spur, haben wir sofort Vorfahrt. Im 1. Bezirk mitten in der historischen Altstadt steht auch unser „Hotel Post". Früher stand hier das Gasthaus „Zum weißen Ochsen“. Mozart, Haydn, Richard Wagner und Nietzsche zählten zu den Gästen. In der Wiener Kammeroper, deren Saal sich im Hotel Post befindet, werden heute noch komponierte Werke dieser Herren aufgeführt.

Hotel Post, Fleischmarkt 24, A-1010 Wien, Telefon: +43 - 1 - 5 15 83 - 0, Fax: +43 - 1 - 5 15 83 - 808, eMail: office@hotel-post-wien.at , www.hotel-post-wien.at


Unsere Reisetaschen stellen wir schnell auf die Zimmern. In nur wenigen Gehminuten erreichen wir den Stephansdom, die Oper, die Hofburg und die vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Mit fast drei Millionen Wienbesuchern pro Jahr steht der Stephansdom ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Wien. Rundgänge im und um den Dom bieten viel Sehenswertes und Interessantes. Sie können den Südturm des Stephansdom besteigen, mit dem Lift im Nordturm zur Pummerin hinauffahren oder in die Katakomben hinabsteigen. Detailinformationen zum Dom erfahren Sie in den angebotenen Führungen. Kurz vor dem Stephansdom holt uns Pferdegeklapper und Pferdegeruch ein. Wir lassen uns nicht lange bitten. In einem weißen Fiaker, gelenkt von einer Kutscherin, durch die österreichische Hauptstadt, es ist traumhaft! Auch Sisi hat das bestimmt gefallen.

Stephansdom / Domkirche St. Stephan zu Wien, Stephansplatz 3, 1010 Wien, www.stephanskirche.at 


Im Restaurant Le Café unseres Hotels essen wir vorzüglich zu Abend, auch das Preisleistungsverhältnis passt. Am Nebentisch sitzt eine elegante ältere Dame. Sie verkörpert den leicht eigentümlich, humoristisch-melancholischen Wiener Charakter, den man auch leicht grandelnd bezeichnen darf. Mit der Wiener Süßwarenspezialität „Ildefonso-Nougat“ gehen wir müde, aber glücklich auf unsere Zimmer. Wir spüren den Wiener „Schmäh“ und freuen uns auf morgen. 


Die Wiener Hofburg

Heute gilt es Wien zu Fuß zu bezwingen. Wir streifen den Stephansdom und die Oper und genießen, bevor es zur Audienz in die Hofburg geht, im Café Mozart eine Melange. Ein wenig später stehen wir in einer langen Schlange Menschen aus der ganzen Welt vor dem Ticketschalter der Hofburg.

Café Mozart, Albertinaplatz 2, A-1010 Wien, Telefon: +43 - 1 - 24 10 02 10, eMail: mozart@cafe-wien.at , www.cafe-mozart.at


Unsere Besichtigungstour beginnt mit den Punktstücken der Silberkammer. Überwältigt von der Pracht des Hoftafelsilbers und der verschiedenen weltberühmten Porzellan-Services spazieren wir Richtung Sisi-Museum. Die Schau widmet sich im originalen Wohnumfeld der berühmten Monarchin abseits der gängigen Klischees.Die Rekonstruktion des Polterabendkleides sowie das ungarische Krönungskleid bezaubern. Das Kleid aus Silberbrokat mit Seidenfäden aus Seidenstoff durchzogen, schmückt eine Korsage aus nachtblauem Samt. Es ist mit traumhafter Spitze und echten Perlen durchzogen. Die Perlen und Stoffe stammen übrigens aus Deutschland. Wir wundern uns über die zierlichen Schuhe einer doch recht großen Kaiserin Elisabeth. 

Andere persönliche Gegenstände der Kaiserin, unter anderem ein Bademantel und bestickte Seidenpantoffeln, sind zu sehen. Weiter geht es durch die Kaiserappartements und das teilweise im Original erhaltene Toilette- Badezimmer der Kaiserin. Besondere Sorgfalt verwendete Sisi auf ihre knöchellangen Haare. Während der täglich 3-4 Stunden dauernden Frisier-Zermonie lernte sie sechs fremde Sprachen. Schweigsam betrachten wir die hinter einer Glasvitrine auf schwarzem Samt liegende Feile, mit der die Kaiserin 1898 in Genf von einem italienischen Anarchisten ermordet wurde.  Mit einem Blick in die Wiener Hofreitschule verabschieden wir uns von der Hofburg.

Hofburg mit Café Hofburg, Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer, Hofburg – Innerer Burghof, 1010 Wien, Telefon: +43 - 1 - 5 33 31 13, eMails: reservierung@hofburg-wien.at , www.hofburg-wien.at 


Weiter geht es zur Herrengasse ins Literatur Café Central. Einmal möchten wir den Geist großer Dichter und Denker spüren. Von Arthur Schnitzler bis Hugo von Hofmannsthal haben sich hier viele Künstler niedergelassen, wir auch.

Cafe Central im Palaise Ferstel, Strauchgasse, 1010 Wien, Telefon: +43 - 1 - 5 33 37 64 - 26, eMail: cafe.central@palaisevents.at www.palaisevents.at


Kaisergruft

Voll neuer Energie suchen wir den Weg zur Kaisergruft. Hier sind alle Persönlichkeiten des Hauses Habsburg beigesetzt. An der Maria Theresia Gruft verweilen wir kurz und eilen direkt zu den Grabstätten Franz-Joseph’s und Elisabeth’s. Neben Sisi ruht auch Kronprinz Rudolf, dessen Leben in Mayerling ein allbekanntes tragisches Ende nahm. Froh, wieder aus den dunklen kalten Gewölben an der Luft zu sein, schlendern wir weiter Richtung Einkaufsmeile und sind uns einig, nach so viel Kultur ist Shopping angesagt.

Kaisergruft, Kapuziner Kirche Wien, Begräbnisstätten der Habsburger in Wien, Tegetthoffstraße 2, 1010 Wien, Telefon: +43 - 1 - 5 12 68 53, www.kaisergruft.at , Eintrittspreise: 5 Euro pro Person

   

     

Das Beetle Cabriolet kann nicht mehr mit einer individuellen Ausstattung bestellt werden, jedoch stehen fertige, bereits produzierte Fahrzeuge in vielen Ausstattungsvarianten und mit verschiedenen Motorisierungen zur Verfügung.

   


Schloss Schönbrunn

Heute fahren wir den Beetle Cabrio nach Schloss Schönbrunn und den an der Peripherie gelegene Zentralfriedhof mit den Grabstätten der Musiker Brahms, Beethoven, Johann Strauß , um nur einige klangvolle Namen zu nennen. Auch die Kammer-Schauspieler Hans Moser und Attila Hörbiger sowie Curd Jürgens fanden hier ihre letzte Ruhe. 

Zentralfriedhof, Simmeringstraße, 1110 Wien, Telefon: +43 - 1 - 760 41, eMail: zentralfriedhof@friedhoefewien.at , Ehrengräber und Jugendstil- Bauwerke, Eintritt: frei


In Schönbrunn angekommen, befindet sich hinter einer wuchtigen Türe am Ende der Blauen Stiege der romantische Rundgang durch die kaiserlichen Gemächer. Es ist eine Wanderung durch Jahrhunderte, denn jeder Raum erzählt seine eigene Geschichte, bezeichnend für  Lebensstil, Atmosphäre und Weltanschauung der Kaiserzeit.

Im westlichen Trakt besichtigen wir die Wohnräume des Kaisers Franz Joseph und der Kaiserin Elisabeth. Die prachtvollsten Appartements bewohnte aber Maria Theresia. Hier ist auch das erste gemeinsame Schlafzimmer des jungen Kaiserpaares. Sisi lehnte von Anfang an das strenge höfische Leben ab. Sie begann bald ihr eigenes unabhängiges Leben mit ausgedehnten Reisen. Franz Joseph vereinsamte mehr und mehr durch die Abwesenheit Elisabeths, die er bis zu ihrem tragischen Tod in Genf abgöttisch liebte.

Im Schloss-Café nebenan suchen wir nach Besichtigung der imperialen Räume Erholung und trinken einen Franziskaner mit Schlagoberst. Den Schönbrunner Besuch beschließen wir mit einer Kutschfahrt durch den kaiserlichen Park, unter Riesenbäumen, geht es an „plaudernden“ Springbrunnen vorbei die, wenn man genau hinhört, wundersame Geschichten aus der Zeit von Maria Theresia und Sisi erzählen.

Schloß Schönbrunn, Schönbrunner Straße 47, 1130 Wien, Telefon: +43 - 1 - 811 13-  0, eMail: info@schoenbrunn.at, www.schoenbrunn.at, Tipp: Früh morgens besichtigen, da ist noch wenig Andrang. Täglich geöffnet auch an Feiertagen. Ticketverkauf ab 8.15 Uhr, Einlass: 8.30 Uhr


Passau

Früh starten wir in Wien nach Passau. Mit der Zuverlässigkeit eines Volkswagens geht es sehr schnell über die 350 km Autobahn nach Passau. Im historischen Altstadthotel Wilder Mann steigen wir ab. Kaiserin Elisabeth verbrachte 1862 acht Tage in dieser Herberge. Sie traf sich hier mit ihren Eltern, Herzog Max und Herzogin Ludowika in Bayern. Im Hotel befindet sich im Kaiserin - Sissi - Saal ein Glasmuseum. Es ist ein Besuch wert. Die Zimmer sind mit historischen Möbeln eingerichtet und urgemütlich. 

Hotel Wilder Mann, Rathausplatz, 94032 Passau, Telefon: 08 51 - 350 71, Fax: 08 51 - 317 12, e Mail: info@wilder-mann.com , www.wildermann.com Hotelzimmer ab 50 Euro


Schon wieder unterwegs, buchen wir eine Dreiflüsse- Standrundfahrt mit der "Sissy". Bequem vom Schiff aus genießen wir den Ausblick auf die Stadt Passau mit der Dreiflüsse-Mündung Donau, Inn und Ilz mit ihren verschiedenen Färbungen.

Danach lassen wir uns in dem urigen Lokal Zum Blauen Bock nieder, essen ein Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und trinken ein  König Ludwig dunkel  Bier. Wir merken, auch unser Blut wird etwas blauer. Satt und etwas träge streifen wir durch die verträumten Ecken der Passauer Altstadt mit ihren renovierten Patrizierhäusern. Vor einer kleinen Bar mit vanillefarbenen romantischen Tischen und Stühlen im Jugendstil-Look lassen wir den Abend beim einem Aperol Sprizz ausklingen.

Noch eine kleinen Pause in Regensburg fahren wir auf der Autobahn nach Hause. Unterwegs mit Sisi hat sich für uns alle Mal gelohnt.


Reisemitbringsel

Mozartkugeln, Feinste Torten und Kuchen, Marillenmarmelade, Marillen-Essig, Natur- und Kräutersalz, Ildefonso-Nougat, Mozart- und Marillenliköre oder eine der vielen guten Kaffeesorten.

Text: Ute Mittelmeier , Silvia Roggenwallner   Bilder: VW

    
    

   

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