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Italien
10
Gründe, jetzt in der Emilia
Romagna zu sein
Sehnsucht
nach Sonne und dabei das echte Italien erleben? Bei diesen 10
kulinarische Köstlichkeiten, die aus der Emilia - Romagna
kommen, geraten Gourmets ins Schwärmen. Deshalb wird es auch Ihnen leicht
fallen, gerade in der Emilia Romagna das Dolce Vita zu genießen.

1.
Der Aceto Balsamico
- aber nur als Tradizionale
Gut Ding will Weile haben - diese Alltagsweisheit gilt insbesondere für den echten Balsamessig aus Modena und Reggio Emilia. In den typischen Balsamico-Kellereien der Region reift der Essig mindestens 12 Jahre lang. Als besondere Kostbarkeit gelten die mehr als 25 Jahre lang konzentrierten Flüssigkeiten.
Echter Balsamessig unterscheidet sich ganz wesentlich in der Herkunft und Herstellung, in der Farbe, in der Gestaltung der Flasche und nicht zuletzt in seinem guten Geschmack von anderen Balsamessigen. Der ältere ist fast süßlich und seine Konsistenz wie Honig, jüngere Jahrgänge dagegen sind viel flüssiger. Einfache Rezepte: Parmesan-Stücke mit Balsamico-Tropfen als Appetizer reichen oder Erdbeeren mit altem Balsamico versüßen.
Gut zu Wissen: Nur wenn auf der Flasche "Aceto Balsamico Tradizionale" steht, handelt es sich um das traditionell hergestellte reine Naturprodukt.
Weitere Info unter www.balsamicotradizionale.it
und www.acetobalsamicotradizionale.it
2.
Der Lambrusco - ein frischer Perlwein

Außerhalb seiner Herkunftsregion, der fruchtbaren Po-Ebene, ist der Lambrusco vor allem als süßer Schaumwein bekannt. Schade. Denn der
echte Lambrusco wird von Weinkennern geschätzt: Frisch, fruchtig, perlend und trocken – so wird der Perlwein in Italien genossen.
Die säurehaltige Rebsorte gehört zu den ältesten der Welt. Bereits die Etrusker und Römer haben sie angebaut. Der Name Lambrusco bezeichnet dabei nicht den Herkunftsort. Er steht für eine Sorte von Rebstöcken mit gemeinsamem Ursprung, aber zahlreichen Varianten. Heute gibt es vier D.O.C.-Anbaugebiete in den Gegenden um Modena, Reggio Emilia und Parma.
D.O.C. bedeutet Denominazione di Origine Controllata und ist als Ursprungsbezeichnung für italienische Weine ein Zeichen von höchster Qualität.
Welcher Lambrusco dem eigenen Gaumen schmeichelt, lässt sich am besten vor Ort herausfinden. Zum Beispiel auf den Wein- und Genießerstraßen "Città Castelli
Ciliegi" oder "Colline di Scandiano e Canossa".
Weitere Info unter www.cittacastelliciliegi.it
und www.stradaviniesapori.re.it
3.
Tortellini - die traditionelle Pasta für die Brodo

Die echten Tortellini stammen aus Bologna. Mit der Absicht, das Original zu schützen und ein für alle Mal den Ursprung zu klären, unterbreitete 1974 eine Delegation der Stadt der italienischen Handelskammer das traditionelle Rezept.
Um die ringförmigen Teigwaren, gefüllt mit einer Mischung aus Schweinefleisch, Parmaschinken, Mortadella und Parmesan, ranken sich viele Legenden. Will man einer der Geschichten glauben, soll die Liebesgöttin Venus die Vorlage für das beliebte Teiggericht geliefert haben. Der Sage nach wollte sie einst in einem Gasthaus zwischen Bologna und Modena die Nacht verbringen. Getrieben von Neugier versuchte der Koch des Hauses, einen Blick auf ihren Bauchnabel zu erhaschen. Fasziniert von dem, was er sah, machte er sich daran, den Nabel aus Pastateig nachzubilden. Der erste Tortellino war geboren!
Genießer-Tipp: Die traditionelle Pasta wird in der Regel in einer Brühe
als tortellini in brodo serviert.
4.
Cozze - eine Köstlichkeit der
Adriaküste

Von frühmorgens bis mittags kann man die vielen Schiffe beobachten, wie sie zwischen Mai und September an der Adriaküste
aus- und einlaufen und ihren frischen Fang ausladen: die
Miesmuschel - italienisch: cozze, was auf Deutsch weniger appetitlich
klingt. Neben vongole, den Venusmuscheln, und pesce azzurro, dem
Blaufisch, gehören Miesmuscheln zu den häufigsten Meerestieren, die in der Emilia-Romagna gefangen werden.
Fünf bis acht Zentimeter sind die Köstlichkeiten in der Regel groß, vor Ravenna wurde auf hoher See sogar ein Exemplar von stolzen 17 Zentimetern gefunden! Darüber hinaus werden die Muscheln auch gezüchtet, insbesondere in der Nähe von Goro, Comacchio, Cervia, Cesenatico und Cattolica. Seit 2001 kann man die Muschelzucht an einer Zweigstelle der Universität Bologna in Cesenatico studieren. Dafür kommen Studenten aus ganz Italien in die Emilia-Romagna.
5. Parmigiano-Reggiano
- der würzige Reinkäse

Seit mindestens 800 Jahren wird der original Parmesankäse auf nahezu gleiche Art und Weise hergestellt
und das ausschließlich in Parma, Reggio Emilia, Modena und Bologna. Das Original erkennt man am Stempel auf der Käserinde: Parmigiano-Reggiano.
Für ein Kilo des Extrahartkäses werden 16 Liter rohe Kuhmilch benötigt. Damit der Parmesankäse seinen vollmundigen und nussigen Geschmack erhält, reift er mindestens 12 Monate, der "vecchio" (alte) sogar zwei Jahre und der "stravecchio" (sehr alte) drei.
Zu seiner geliebten Pasta kann kein Italiener auf den würzigen Reibekäse verzichten, genauso gut schmeckt er aber auch in dünnen Blättchen über gedünstetem Gemüse wie Spargel oder Fenchel oder pur mit ein paar Tropfen Aceto
Balsamico. Parmesankenner brechen den Käse statt mit Reibe, Messer oder Hobel mit einem speziellen kurzen, mandelförmigen Parmesanmesser
heraus.
Erleben können Sie die Produktion des originalen Parmesan bei einer Führung durch eine Käserei. Informationen und Buchungen über die Website des Consorzio del Formaggio
Parmigiano-Reggiano.
Weitere
Info unter www.parmigiano-reggiano.it
6.
Piadina Romagnola - ein
Fladenbrot als Snack

Ob groß und dünn oder klein und dick: Für das Aussehen einer Piadina, des romagnolischen Fladenbrots, gibt es kein Patentrezept. Für die Zusammensetzung hingegen sind bestimmte Zutaten verpflichtend: Mehl, Wasser, eine Prise Backsoda, Salz, Schweineschmalz oder ein Schuss Milch gehören in das ungesäuerte Brot, das schon den Römern bekannt war.
Ehemals als Speise der Armen bezeichnet, ist die Piadina heute ein beliebter Snack, dessen Bekanntheitsgrad bis nach New York reicht. Hochburg für Fans ist nach wie vor die Emilia-Romagna. Tausende von Piadinabuden zwischen Ravenna und Cattolica bieten die variable Köstlichkeit an, die
mit Schinken, Salami, Käse oder Nutella verzehrt wird. Italienische
Streetfood mit Tradition.
Weitere Info unter www.stradavinisaporifc.it
7.
Prosciutto di Parma - der Parmaschinken

Mild im Geschmack, kupferrot in der Farbe, würzig im Duft, das ist
echter Parmaschinken. Seit 1998 steht die Delikatesse unter dem Schutz der EU, das heißt, das Schweinefleisch muss aus bestimmten Regionen Nord- und Mittelitaliens stammen.
Die Herstellung selbst ist streng auf das Gebiet rund um Parma beschränkt, denn nur durch die würzige Luft, die dort vom Apennin herüberweht, erhält der Schinken sein unvergleichliches Aroma. Die Reifezeit beträgt mindestens 12 Monate.
Nach dem Salzen wird das Fleisch 100 Tage gekühlt, ehe die Lufttrocknung in Reifehallen beginnt. 171 Schinkenproduzenten – die meisten ansässig in Langhirano, dem Ursprungsort des Parmaschinkens – sorgen dafür, dass die Gourmets auf der ganzen Welt in den Genuss der Spezialität aus der Emilia-Romagna kommen.
Jedes Jahr im September findet das Parmaschinken-Festival statt, wo zahlreiche Parmaschinken-Manufakturen in der Provinz ihre Pforten
öffnen und den Besuchern Einblicke in die Herstellung gewähren .
Weitere
Info unter www.prosciuttodiparma.com
8.
Die Strozzapreti - ein typisches Pastagericht der Romagna

"Möge er doch daran ersticken!" Diese Redewendung kennt wohl jeder. Aber was hat sie mit dem typisch romagnolischen Pastagericht namens Strozzapreti zu tun, liegt doch die längliche und geschwungene Nudel aus Hartweizengrieß eher unschuldig auf dem Teller?
Eine Anekdote beweist, dass Männer aus der Romagna, deren Frauen diese Nudel kochten, ihr mörderische Qualitäten zuschrieben. Traditionell bereiteten romagnolische Frauen nämlich dieses leckere Gericht, um es dem Pfarrer des Dorfes als Obulus vorzusetzen. Die Ehemänner der Damen, die vorwiegend antiklerikal eingestellt waren und dem Kirchenstaat feindlich gegenüberstanden, wünschten dem Priester beim gierigen Verzehr der so beliebten Nudel, dass er doch daran ersticken möge.
Strozzapreti heißt übersetzt "Würg den Priester!"
Strozzapreti schmecken besonders gut "al ragù", also mit Tomaten- Fleisch-Sauce, oder mit Tomatensauce und "strigoli", typischen Wildkräutern aus der Romagna.
9.
Weißer Trüffel
- der teuerste aller Speisepilze

Wer den Trüffel genießen will, muss ihn finden. Nur ein geschultes Auge kommt der unterirdisch wachsenden Delikatesse auf die Spur: 70 geprüfte Trüffelzonen auf 350 Hektar Land durchforsten die Trüffeljäger, um den teuersten aller Speisepilze aufzuspüren.
Besonders begehrt ist die in der Emilia-Romagna beheimatete weiße Trüffel, die vor allem auf den Hügeln bei Savigno wächst. Normalerweise unterstützen Trüffelschweine die Suche. Doch hier setzen die Profis auf den Hund. Er nutzt zum Ausgraben des edlen Pilzes seine Pfoten – und nicht, wie das Schwein, die Schnauze.
In Italien ist offiziell nur eine Hunderasse als Trüffelsuchhund anerkannt: der Lagotto Romagnolo, der aus der Emilia-Romagna stammt und einen ausgezeichneten Geruchssinn hat. Sobald der Hund die Trüffel erschnüffelt hat, gräbt der Trüffelsucher die Knolle mit einer Trüffellanze aus. Die Belohnung: eine komplexe Duftkomposition aus Parmesan, Pilzen und feuchtem Erdboden.
Bei der "Tartufesta", dem Trüffelfest, das in vielen Gemeinden rund um Bologna stattfindet, wird die Delikatesse gebührend geehrt
mit Verkostungen, Ausstellungen und Menüangeboten rund um die Trüffel.
10.
Der Sangiovese
di Romagna - der erste romagnolische DOC-Wein

Der Sangiovese war der erste romagnolische Wein, der 1967 als DOC-Wein (Denominazione di Origine Controllata) anerkannt wurde. Die Traube ist die in Italien am weitesten verbreitete Rebsorte. Weltweit steht sie an fünfter Stelle. Mit seinem Bouquet aus Veilchenaromen und roten Früchten präsentiert sich der Sangiovese am Gaumen trocken, harmonisch und mit weichen
Tanninen.
Einer Legende zufolge verdankt die wichtigste und edelste Rebsorte der Emilia-Romagna ihren Namen einem Mönch. Bei einem Bankett im 17. Jahrhundert im Kloster Santarcangelo di Romagna servierten die Kapuzinermönche einer illustren Gästeschar
, darunter Papst Leo XII., selbst gekelterten Wein. Der schmeckte so vorzüglich, dass die Gäste nach seinem Namen fragten. Einer der Mönche antwortete, ohne zu überlegen:
"Sanguis Jovis", was Blut des Jupiters heißt (Sangue di Giove).
Der rubinrote Sangiovese di Romagna passt perfekt zu Piadina mit Schinken oder Salami, Pastagerichten mit Saucen auf Fleischbasis sowie zu Braten jeglicher Art.
Anreise

Auf
unserer Emilia Romagna Tour waren wir in einem
Porsche 911 Carrera 4S Cabrio (Typ 997) unterwegs. Technische
Daten: 6 Zylinder, 355 PS, 6-Hang-Schaltgetriebe, Spitze 288 km/h,
Vierrad-Antrieb permanent, Stoffverdeck. Weitere Info auf www.porsche.de
Wenn
Sie jetzt Lust bekommen haben, dann packen Sie Ihre Koffer, setzen
sich in Ihr Cabrio und kommen in die Emilia Romagna, die
Heimat des FC Bayern München Spielers Luca Toni. 110 km Sandstrand zum
Sonnenbaden, das fruchtbare Hinterland und die kulinarischen Schätze
bieten Urlaub für jeden Geschmack.
Flugverbindungen
Alternativ
erreichen Sie seit Ende Mai 2009 die Adriaküste rund um Rimini
mit Air Dolomit. Drei Mal wöchentlich fliegt die Tochter der Lufthansa von München
mit einer 99-sitzige Maschine den Flughafen Federico Fellini an:
Mo, Mi, Fr: 15:50 - 17.:00 - München - Rimini
Mo,
Mi, Fr: 18.00 - 19.10 - Rimini - München
Wöchentlich gibt es weitere zahlreiche Flugverbindungen ab Deutschland, um
direkt in die Emilia-Romagna zu fliegen:
- Lufthansa bietet pro Woche 70
Verbindungen nach Bologna an,
- AirBerlin,
- FlyOnAir,
- Germanwings,
- Ryanair,
- TuiFly und
- Windjet
bieten 41 Verbindungen nach Bologna, Rimini und
Forlì an.
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