Weltpremiere

Nissan 370Z Roadster

Auf der New York International Auto Show (10. - 19. April 2009) präsentiert Nissan den 370Z Roadster mit 336 PS starken 3,7 Liter-V6 und Stoffverdeck, der 2010 nach Europa kommt.

    

Der 370Z Roadster teilt sich Antriebsstrang, Achsen, Bodengruppe und die meisten anderen Komponenten mit dem Z-Coupé. Allen voran der 336 PS* / 247 kW starke 3,7 Liter-V6 mit VVEL-System (Variable Valve Event and Lift), das über die variable Verstellung des Ventilhubs und der Ventilsteuerzeiten den Durchzug über den gesamten Drehzahlbereich fördert.


2 Getriebe zur Auswahl

Erstmals bietet Nissan auch seinen europäischen Kunden einen Z-Roadster mit Siebenstufen-Automatik an. Sie ähnelt in ihrer Charakteristik eher einem Schaltgetriebe und passt über ein kurzes Zwischengaskommando beim Herunterschalten (DRM = Downshift Rev Matching) die Drehzahl automatisch an. Wer besonders schnelle Schaltmanöver schätzt, kann die Gänge auch mit Schaltwippen am Lenkrad wechseln.

Alternativ steht ein eng abgestufter Sechsganghandschalter zur Wahl. In der Topversion wird er um die Synchro Rev Control (SRC) ergänzt – ein System für manuelle Getriebe zur automatischen Anpassung der Drehzahl beim Hoch- oder Herunterschalten. Was früher Sportwagenfahrer artistisch mit der Hacke-Spitze-Technik bewerkstelligten, erledigt nun die Elektronik.


Automatisches Stoffverdeck

Der Roadster hat wieder ein qualitativ hochwertigen Klappverdeck aus Stoff. Es verschwindet auf einmaligen Knopfdruck elektrohydraulisch in rund 20 Sekunden unter einer in Wagenfarbe lackierten Abdeckung. Das beheizbare Rückfenster aus Glas erhielt einen größeren Ausschnitt als beim Vorgänger 350Z Roadster. Zwischen den fest fixierten Überrollbügeln ist ein gläsernes Windschott mit eingeprägtem Z-Logo montiert, um beim schnellen Offenfahren Turbulenzen im Innenraum zu vermeiden. 

Auch die beiden Höcker am Übergang zur Kofferraumklappe wurden unter aerodynamischen Gesichtspunkten gestaltet, damit der Fahrtwind verwirbelungsfrei in Richtung Heck geleitet wird.

Die Bedienung des Verdecks erfolgt über einen Schalter auf der Mittelkonsole oder (in Verbindung mit dem drahtlosen Intelligent Key System) per Drucktaste am Außentürgriff. 

Bei der Entwicklung des Stoffdachs standen für die Nissan Ingenieure drei Ziele im Vordergrund: Sowohl im offenen wie geschlossenen Zustand sollte der Roadster die Silhouette des Coupés auf eigene Weise interpretieren. Die Verdecköffnung sollte auf einfachen Knopfdruck und ohne manuellen Eingriff gelingen – beim 350Z musste zum Entriegeln erst noch ein Griff am Windschutzscheibenrahmen betätigt werden. Drittens will man durch  reduzierte Luftverwirbelungen sowie eine effizientere Heizung und Lüftung einen angenehmen Offenfahrkomfort erreichen.

Ist das Softtop aufgespannt, zeigt der Zweisitzer eine elegant abfallende Heckpartie und eine ausgewogene Balance zwischen Stoffdach und übriger Karosserie. Auffallend auch die ausgeprägten Roadsterproportionen wie lange Haube und kurzes Cockpit, dazu scharf geschnittene Front- und Heckleuchten im Bumerang-Design. Die Windschutzscheibe wurde ebenfalls verkürzt und der Heckabschluss wirken nun aerodynamisch ausgeformter. 


Verwindungssteifigkeit

Zu den für eine Offen-Version obligatorischen Verstärkungen an der Karosserie zählen massivere A-Säulen und Seitenschweller. Zusammen mit weiteren strukturellen Modifikationen am Unterboden sichern sie bestmögliche Steifigkeit und unterdrücken Karosserie-Erschütterungen beim Fahren auf schlechter Strecke. 

Im zur Vergleich zur Vorgängergeneration wurde die Spur vorn um 15 Millimeter und hinten um sogar 55 Millimeter verbreitert und der Radstand e um 10 cm gekappt. Als Ergebnis liegt der 370Z nun noch satter auf der Straße.


Innenraum mit Klima-Ledersitzen

Im Innenraum des neuen Roadsters folgte die Japaner dem Grundsatz eines auf den Fahrer zugeschnittenen Cockpits. Dazu passt, dass die Insassen durch einen bis hinter die Sitze durchgezogenen Mitteltunnel klar voneinander getrennt sind. Erneut tauchen auch bei diesem Z die drei schon beim Ur-Modell vorhandenen Zusatzinstrumente auf. Sie sind am oberen Ende der Mittelkonsole platziert und zum Fahrer hin angewinkelt.

Ledersitze mit netzartigen Mittelbahnen kühlen oder wärmen die Rückenpartie
Exklusiv dem neuen Roadster vorbehalten sind Ledersitze mit netzartigen Mittelbahnen. Dank der luftigen Struktur ist es möglich, je nach Jahreszeit die Körperrückseite der Insassen mit warmer oder kalter Luft zu befächeln.


2 Versionen für den US Markt

In den USA offeriert Nissan den 370Z Roadster in einer Basis und einer Touring-Version. Die gehobenere Variante verfügt ab Werk über die erwähnten Netz-Ledersitze, eine Bluetooth - Schnittstelle für den drahtlosen Handy-Betrieb, ein Bose - Sound - System mit Sechsfach - CD - Wechsler und acht Lautsprechern, Satelliten-Radio und Aluminium - Pedalerie.


Sport-Paket mit Sportbremsen und Visco - Sperrdifferential

Für das Touring-Modell stehen darüber hinaus noch zwei Optionen zur Wahl: Das Sport-Paket mit geschmiedeten 19-Zoll-Felgen samt Bridgestone-Reifen, Nissan-Sportbremsen, Synchro Rev Control (nur in Verbindung mit dem manuellen Sechsganggetriebe) und ein Visco - Sperrdifferential. Das Navigations-System mit Touchscreen hat eine 9,3 GB große Festplatte zum Speichern von digitalem Kartenmaterial und Musikdateien sowie einen USB - Anschluss.

Nissan bietet sieben verschiedenen Lack-Farben: Solid Red, Magnetic Black, Brilliant Silver, Platinum Graphite, Pearl White, Monterey Blue und Black Cherry. Die Basisversion erhält ein komplett schwarzes Interieur mit Stoffsitzen, die Touring-Ausgabe wird um die Netz-Ledersitze in den Farben Grau, Schwarz oder Weinrot aufgewertet.

Der neue 370Z ROADSTER geht in Nordamerika im Spätsommer an den Start; für Europa hat Nissan eine Markteinführung für 2010 avisiert. 

*umgerechnete