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Mercedes
Benz E-Klasse Cabriolet
Weniger
Zugluft dank Aircap
Voll im Wind oder sanft umsäuselt,
beide Wünsche kann man im E-Klasse Cabrio auf Knopfdruck realisieren dank AIRCAP.
Das automatische Windschottsystem verringert die Turbulenzen im Innenraum auf allen vier Sitzplätzen
und setzt zugleich beim Bedien- wie beim Akustik-Komfort neue Maßstäbe.
Aircap besteht aus einem
ausfahrbaren Windabweiser im Rahmen der Frontscheibe und einem Windschott zwischen den Rücksitzen.
(alle Foto: Daimler
Mit dem Aircap wird das Einsatzspektrum des Mercedes-Benz E-Klasse Cabrios
erweitert. Offenfahren ist nun in allen vier Jahreszeiten möglich. Gerade zusammen mit
dem weiter verbesserten AIRSCARF wird Offenfahren auch bei kalten Außentemperaturen so zu einem komfortablen
Frischlufterlebnis - zumindest auf den vorderen Plätzen. Denn Mütze und Schal sind immer an Bord.
Aircap besteht aus zwei Komponenten:
einem um ca. sechs Zentimeter ausfahrbaren Windabweiser mit Netz im Rahmen der Frontscheibe und
einem Windschott zwischen den Rücksitzen.
Aircap erfüllt damit zwei aerodynamische Aufgaben: Der Windabweiser hebt die Luftströmung an, zugleich wird durch das Netz kontrolliert das Druckniveau im Innenraum angehoben.
Warmluftsee
Dadurch reduziert sich die Rückströmung, die durch das Windschott gebremst und vergleichmäßigt wird. So werden die Luftbewegungen im Innenraum des E-Klasse Cabrios deutlich verringert und es entsteht ein so genannter
Warmluftsee. Aus der Heizung in den Innenraum strömende Warmluft verbleibt bei aktiviertem
Aircap dort erheblich länger.
An besonders heißen Tagen können die Passagiere mit Hilfe von Klimaanlage und
Aircap in analoger Weise auch bei geöffnetem Verdeck einen angenehm kühlen Innenraum erzeugen.
Praktisch und komfortabel
Gegenüber herkömmlichen Winkel-Windschotts bietet Aircap eine Reihe von Vorteilen:
Aircap reduziert per Knopfdruck die Turbulenzen auch auf den hinteren Sitzplätzen.
Keine Montage/Demontage ist von Hand erforderlich.
Rücksitze bleiben immer voll zugänglich, ob für Passagiere oder Gepäckstücke wie Sporttasche oder Aktenkoffer.
Das Windschott muss bei Nichtgebrauch nicht im Gepäckraum verstaut werden und nimmt dort keinen Platz weg.
Deutlich verbessert ist nun die Rundumsicht.
Die Entwicklung
des Aircap ist mit fast 20 Patenten geschützt.
Auf Wunsch können über die zentrale Bedieneinheit nicht nur die Aircap-Funktionen gesteuert, sondern mit einem Knopfdruck auch alle vier Seitenscheiben gleichzeitig versenkt werden.
Andererseits hat der Fahrer die Möglichkeit, das Aircap-System bis zu einer Geschwindigkeit von
160 km/h auszufahren. Genutzt werden kann es bis zur Höchstgeschwindigkeit.
Das vordere Element des Aircap-Systems, der Windabweiser mit durchströmtem Netz im Dachscheibenrahmen, kennt nur die Stellung ein/aus. Für das kleine Windschott zwischen den hinteren Kopfstützen, mit denen zusammen es elektrisch in der Höhe bewegt wird, gibt es hingegen drei Positionen: eingefahren, halb und ganz ausgefahren.
In der unteren Stellung ist Aircap deaktiviert. Die mittlere Position nimmt das System ein, wenn die
Aircap-Taste gedrückt wird: Dann kommen die vorne Sitzenden bei gleich bleibender Sicht nach hinten in den vollen Genuss der Windberuhigung.
Wird ein hinterer Gurt ins Schloss gesteckt, ist also ein Fondsitzplatz
besetzt, fahren Kopfstützen und Windschott in die höchste Position. Dann sitzen auch die Fondpassagiere deutlich windgeschützter als in herkömmlichen Cabrios.
Schließlich kann das Windabweisermodul zur Reinigung mit einer speziellen Schaltung auch bei geschlossenem Verdeck ausgefahren werden.
Durch den geringeren Windzug steigt bei Aktivierung von Aircap nicht nur der Wohlfühlkomfort, zugleich sinkt das Geräuschniveau erheblich,
Passagiere auf allen Sitzplätzen können sich so deutlich besser miteinander verständigen.
Mit einer Vielzahl von Simulationen und Windkanalversuchen aber mussten die exakten Dimensionen und Positionen der beiden
Aircap-Elemente optimiert werden.
Die Wirkungsweise
Bis Aircap serienreif war, bedurfte es intensiver Entwicklungsarbeit. Das zuständige Team
griff mit der Entwicklung des automatischen Windschotts für das E-Klasse Cabrio eine Idee wieder auf, die Anfang der 90er Jahre bereits für das damalige E-Klasse Cabrio der Baureihe 124 erprobt wurde, aber nicht realisiert werden konnte
Die Funktion der beiden Komponenten war bald klar:
- Anheben der freien Strömung über dem Innenraum.
- Reduzierung des störenden Unterdrucks im Innenraum durch Netz vorne
- Reduzierung der Rückströmung durch Windschott hinten
- Schwacher Sekundärwirbel im unteren Bereich des Fahrgastraums
Mit einer Vielzahl von Simulationen und Windkanalversuchen aber mussten die exakten Dimensionen und Positionen der beiden
Aircap-Elemente optimiert werden. Besonders aufwändig war die Wahl der geeigneten Netze: Über zweihundert verschiedene Kombinationen wurden getestet, bis der optimale Materialmix hinsichtlich Durchströmungs-, Verschmutzungs- und Haltbarkeitsverhalten gefunden war.
Die serienreife Umsetzung stellte dann noch einmal vor eine Herausforderung
dar. Durch die Erfindung einer Viergelenkkinematik gelang es, den ausfahrbaren Windabweiser auf minimalstem Bauraum im oberen Fondscheibenrahmen zu integrieren, ohne dessen äußere Kontur und damit das Fahrzeugdesign zu verändern.
Die intelligente Gestaltung und die Materialwahl von hochfesten Leichtbauwerkstoffen ermöglichte eine extrem schlanke Windleitlamelle. Besonders knifflig war die Unterbringung des elektrischen Antriebs in einem gerade einmal drei Zentimeter breiten Hohlraum – der geeignete Antriebsmotor mit einem Durchmesser von 1,8 Zentimetern und einem Drehmoment von sechs Newtonmetern wurde schließlich von einem Schweizer
Lieferanten eigens konstruiert.
Der Windabweiser musste so ausgelegt werden, dass er auch groben Beanspruchungen durch Wind und Wetter widersteht, gleichzeitig dürfen weder Feuchtigkeit noch Staub ins Wageninnere oder zu den empfindlichen Antriebsteilen dringen – was in umfangreichen Tests verifiziert wurde. Und schließlich darf die Schutzfunktion des Scheibenrahmens bei einem Überschlag nicht beeinträchtigt werden, was durch die integrale Gestaltung des vorderen Windabweiser-Moduls mit den Kinematikelementen
erreicht wurde.
Das Windabweiser-Modul ist außerdem in die PRE-SAFE-Funktionen des E-Klasse-Cabrios integriert. Wird ein bevorstehender Unfall erkannt, verschwindet
Aircap im Scheibenrahmen.
Eine Zahl macht den Aufwand für den Aircap deutlich: Die Entwicklung ist mit fast 20 Patenten geschützt.
Aircap
verringert die Luftbewegungen im Innenraum des E-Klasse Cabrios deutlich,
wobei ein so genannter Warmluftsee entsteht. Aus der Heizung in den Innenraum strömende Warmluft verbleibt bei aktiviertem
Aircap dort erheblich länger.
Innovationen das Offenfahren durch Mercedes-Benz
Mit der Weltneuheit Aircap setzt Mercedes-Benz die Tradition fort, mit Innovationen das Offenfahren
weiter komfortabel und sicher zu machen. So hat die Marke 1989 beim SL
Roadster als Weltpremiere erstmals ein Windschott vorgestellt, welches inzwischen längst Standard bei Roadstern und Cabrios aller
Marken ist. Hier ein Überblick über weitere Pionierleistungen von Mercedes
1963
Der 230 SL (W 113) verfügt serienmäßig über ein abnehmbares Coupédach. Dessen typische Form gibt dem Zweisitzer den Spitznamen „Pagode“. Das abnehmbare Coupédach bleibt typisch für die Mercedes-Sportwagen bis zur Einführung des SL mit Variodach (R 230,
2001)
.
1989
Der automatische Überrollbügel und das Windschott des Mercedes SL (R 129) sind Weltneuheiten im Automobilbau.
1996
Mit der ersten SLK-Generation (R 170) revolutioniert Mercedes-Benz die Idee des offenen Fahrens: Das Klappverdeck besteht aus Stahl, nicht aus Stoff. Die Entwickler sprechen deshalb vom „Vario-Dach“.
2004
Im Mercedes SLK (R 171) debütiert der „Luftschal“ AIRSCARF. Die patentierte Kopfraumheizung lässt temperierte Luft aus den Kopfstützen an den Nacken von Fahrer und Beifahrer strömen.
2010
Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio ist mit dem automatischen Windschott Aircap erhältlich.
Der Fahrer
kann das Aircap-System bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h auszufahren
und es bis zur Höchstgeschwindigkeit nutzen.
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