Premiere Genf 2010

E-Roadster Lampo 2

Die Schweizer Technik-Schmiede Protoscar investierte rund 2 Millionen Franken in den E-Roadster Lampo 2, der als fahrfähiger Prototyp auf Basis des GM-Modell Pontiac Solstice alias Opel GT in Genf gezeigt wird.

    

     

     

Die beiden Elektromotoren liefern 408 PS zusammen. (alle Foto: Protoscar)

     

Das schreibt die Presse über den Lampo2:

Bild.de: Protoscar zeigt den Lampo2  

   

Kurzinformation   

    

     

Antrieb 

Elektrofahrzeug mit zwei Elektromotoren und Li-Ionen Batterien,
Direktantrieb ohne Schaltung, 
Untersetzung 1/6,4

Beschleunigung von 0- 100 km/h: ca. 5,6 Sekunden

Ma. Höchstgeschwindigkeit: ca. 200 km/h
  

    

Elektromotor

 
Hybrid-Synchron-Motor von Brusa in Verbindung mit einem Wechselrichter 

Anzahl: 2, je ein Motor für Front- und Hinterachse 

Totale max. Leistung 300 kW / 408 PS 

Totales max. Drehmoment: 0 – 4'500 U/min 640 Nm

Kühlung: Wasser 

    

     

Vier verschiedene Ladeverfahren


1) 
Standard einphasige Ladung bis 3,3 kW mit Bordladegerät, typisch für die Ladung während der Nacht


2) 
mit "Control Pilot" und PLC (von EDF) für einphasige Ladung mit 6,6 kW mit Bordladegerät, typisch für öffentliches Laden 

3) 
Standard dreiphasige Ladung mit 9,9 kW mit Bordladegerät zum Laden an Industriesteckdosen (Flottenbetreiber) 

4) 
Interface für DC-Schnellladung (bis max 80 kW), mit dem durch ein stationäres Ladesystem innerhalb von nur 10 Minuten bis zu 100 km zusätzliche Reichweite geladen werden können. 


Vierrad-Antrieb für maximale Energierückgewinnung und sicheres Fahren
 

Intelligentes Ladesystem 

Regelung des Bordladegerätes mit Einstellmöglichkeit für Beginn/Ende Ladezeit, maximale Ladeleistung und vorgegebener Ladezustand bei Lade-Ende Externe LED-Anzeige für Ladestatus, integriertes Ladekabel Reichweiten-Anzeige: System auf Basis GPS, das die noch verbleibende Strecke (unter Berücksichtigung von Steigungen und Gefälle) ermittelt und die nächsten Ladestationen anzeigt

    

    

Grüne Auto-Ideen aus dem Tessin

    

Die Firma Protoscar wurde 1987 vom damals 22 Jahre alten Marco Pifarelli während seines Designstudiums gegründet. Seit 1992 residiert das Unternehmen im kleinen Ort Rovio oberhalb des Luganer Sees im Schweizerischen Tessin. 

Anfangs designte Protoscar spezielle Rennwagen mit Solar- oder Elektroantrieb. In den neunziger Jahren war Pifarelli mit seiner Firma am sogenannten VEL1-Projekt in Mendrisio beteiligt, dem bis dahin größten Elektroauto-Feldversuch mit mehr als 400 Elektromobilen.

Seither kümmert sich die Firma um das Thema saubere Mobiliät und stellt Entwicklungs- und Designkapazitäten für Firmen wie zum Beispiel Daimler, General Motors, Nissan oder Rinspeed zur Verfügung. 

Der Lampo, der  in Genf 2009 für Furore sorgte, war als Expertise für die große Erfahrung in Sachen Elektrofahrzeug von Protoscar gedacht. Ziel ist es, dass einige der Entwicklungen aus dem Lampo und Lampo2 auch von Großserienhersteller für eigene Elektroauto genutzt werden. 

    

 

Weitere Informationen unter

    

www.protoscar.com 

    

    

    

Der e-Roadster ist 1580 kg schwer und hat pro Achse einen Elektromotor, die 640 Newtonmeter zur Verfügung stellen.

   

   

    

Unterwegs im flotten Zweisitzer mit gelber Kunststoffkarosserie. Damit sich das  Elektroauto als Stadtauto in der Breite durchsetzen kann, müssen Städte zukünftig die dafür nötige Infrastruktur bereitstellen.

     

    

   

Der  Lampo2 kann seinen entladenen Stromspeicher z.B. an einer von ABB und Brusa entwickelten Schnellladestation mit Energie voll pumpen. In nur 10 min wird dabei Strom für 100 km zugeführt.

    

    

    

Durch die Zweimotorigkeit und dem Allradantrieb ist die Traktion auch auf feuchter Unterlage und in Kurven gut.

   

   

    

Bereits 2009 zeigte das Tessiner Unternehmen den Lampo 1 zur Genfer Messe, der ebenfalls lautlosen und sauberen Fahrspaß bot